Schärfere Testvorschriften führen zu besseren Abgaswerten, also auch zu saubereren Autos

NEDC WLTP RDE Opel einfach erklärtNEDC WLTP RDE Opel einfach erklärt
Schärfere Testvorschriften führen zu besseren Abgaswerten, also auch zu saubereren Autos
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NEDC (New European Driving Cycle, 1997-2018)

Bis ca. Mitte 2018 galten die NEDC (New European Driving Cycle), ein Labor Testverfahren, in Europa als das Verfahren zur Überprüfung von Abgaswerten für neu zugelassene Autos. Die NEDC wurde bereits 1997 eingeführt und danach kaum verändert. Sie entspricht ähnlichen Testverfahren in den USA und Japan. Das Testverfahren ist ein sehr einfaches, welches mit dem Auto auf einem Prüfstand durchgeführt wird. Dabei werden bestimmte Fahrsituationen auf dem Prüfstand, also einer Laborumgebung, nachgebildet und dann die Werte gemessen und überprüft. Man glaubte immer, diese Fahrsituationen entsprechen in ungefähr denen die im Alltag stattfinden. Was man nun aber schon lange als falsch bezeichnet. Nur Fahrzeuge, die die Prüfung bestanden, erhielten die Zulassung „Euro 6b“.

Diesel-Skandal ändert alles!

Spätestens durch die Untersuchung der US-Behörden (EPA), im Jahr 2015, bei Diesel-Fahrzeugen des Deutschen Herstellers Volkswagen wurden Manipulationen an den Steuersystemen der Fahrzeuge festgestellt. Welche dazu dienten den Test auf dem Prüfstand zu bestehen ohne die Fahrleistungen und Werte später im Alltag zu beeinflussen. Das heisst, man hat die Software der Fahrzeuge so programmiert, dass die Motoren auf dem Prüfstand „die richtigen“ besseren Werte lieferten als es im Alltagsbetrieb tatsächlich der Fall war. Der Hersteller hatte den Vorteil, dass die Fahrzeuge leichter und kostengünstiger durch die Zulassungsprüfung kamen und sie gleichzeitig den Kunden bessere Fahrleistungen anbieten konnten, die aber im Glauben blieben, ihr Auto erfüllt die Abgasvorschriften in allen Fahrsituationen.

Top Manager in Untersuchungshaft!

Mittlerweile ist bekannt, dass alle grossen Autohersteller in Deutschland, mit Ausnahme von Opel, solche Manipulationen an den Fahrzeugen vorgenommen haben. Der Deutschen Autoindustrie und allen nach- und vorgelagerten Industrien, aber auch den Käufern der Autos ist dadurch ein immenser Schaden entstanden. Auch denen, die sich pflichtbewusst an die Regeln gehalten haben. Derzeit sind Schadensersatz-Prozesse gegen einige Konzerne im vollem Gang. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in vielen Fällen gegen Manager der Unternehmen und es hat sogar schon Festnahmen von Vorständen gegeben. Einer Top-Manager sitzt zur Zeit sogar in Untersuchungshaft. Auch der immaterielle Schaden, die Verunsicherung der Kunden ist sehr gross. Diesel-Fahrzeuge werden auf dem Gebrauchtwagen- und Neuwagenmarkt gemieden, weil man sich nicht sicher sein kann ob zukünftige Regelungen die Benutzbarkeit einschränken wird. Umweltverbände haben wegen des Skandals zu Fahrverboten in Städten oder Ballungsgebieten aufgerufen, was die Verunsicherung noch mehr verstärkt hat.

Eine Chance für die Zukunft!

Gerade deswegen ist es wichtig, hier und jetzt die Bemühungen, der redlichen Unternehmen besonders heraus zu stellen um die Kunden davon zu überzeugen, dass es auch Unternehmen gibt, denen ihre Verantwortung gegenüber der Gesundheit der Menschen und der Umwelt bewusst ist und sie an neuen Prüfungsmethoden und deren Einhaltung arbeiten, die zig fach besser und sicherer sind als bisher. Eine Übergangsregelung dazu stellt die WLTP dazu dar.

NEDC WLTP RDE Opel einfach erklärt

NEDC WLTP RDE Opel einfach erklärt

Der Abgasskandal hat einen Stein ins Rollen gebracht – WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure, 2018 – …)

Ab 1. September 2018 müssen Neufahrzeuge in der EU die WLTP Regeln einhalten und die WLTC – Prüfung bestehen. Für Typzulassungen (neue Auto-Serien) gilt diese Regel bereits seit dem 1. September 2017. Für Typgenehmigungen wird sie ab dem Jahr 2020 Pflicht. Das Besondere daran ist, es gibt das erste mal eine einheitliche Regelung in der EU für die Zulassung von Autos. Bisher haben nur die lokalen Behörden im jeweiligen Mitgliedsland oder Nichtmitgliedsland die Einhaltung der NEDC sicher gestellt und überprüft. Mit der WLTP ist eine Prüfung und Vorschrift in der EU eingeführt worden, die auch durch die Behörden der EU in jedem Mitgliedsland überprüft und gemassregelt werden kann. Das heisst auch, es wird schwerer das Lobbys oder Verbände auf die Politik Einfluss nehmen können um wieder laschere Regeln für Konzerne durchzusetzen. Die EU Behörden haben eine grössere und unabhängigere Macht, als lokale Vögte.

Die WLTP schreibt komplexe und mehrstufige Tests für verschiedene Fahrzeugklassen vor. So werden Tests in bis zu 4 Fahrstufen (Geschwindigkeiten: Low, Medium, High und Extra High Speed) für alle Testwerte vorgeschrieben. Die Anzahl der Testwerte ist stark gestiegen. So müssen die Fahrzeuge mehrmals stoppen und wieder anfahren, bestimmte Strecken zurück legen und dabei Beschleunigen oder Verlangsamen. Nichts desto trotz ist die WLTP auch nur eine „Labor Prüfung“ also auf einem Prüfstand durchgeführt. Das heisst, sie ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber sie erfüllt keine Tests unter realen Bedingungen, wie sie im Alltag stattfinden. Durch diese Prüfung erhalten die Fahrzeuge die Zulassung mit „Euro 6c“. Aber, keine Angst, das nächste System ist bereist geplant und beschlossen. Einige Hersteller, so wie Opel, sind bereits darauf vorbereitet die nächste Stufe mit realen Tests möglich zu machen. Das RDE (Real Driving Emissions) Testverfahren.

RDE (Real Driving Emissions)

Das RDE Prüfverfahren wurde bereits im September 2017 in der EU vereinbart und Unternehmen die wollen, können das Verfahren bereits, parallel zur WLTP, verwenden. Die Prüfung schreibt Tests im realen Betrieb vor. Dabei müssen z.B. Testfahrten in unterschiedlicher Höhe und bei unterschiedlichen Temperaturen durchgeführt werden. Parallel wurde ein sogenannter Konformitätsfaktor eingeführt der die Abweichung zu den vorgeschriebenen Grenzwerten beschreibt. Dieser Konformitätsfaktor wird sukzessive über die Jahre reduziert, also damit eine schärfere Einhaltung der Grenzwerte verlangt. Auch wurde und wird in Zukunft zwischen PKW und LKW unterschieden, was bisher nicht der Fall war. Das Ergebnis ist mit dem Konformitätsfaktor 2.1 (das heißt, der Grenzwert darf um 110 % überschritten werden) die Zulassung „Euro 6d-Temp“ und mit dem Konformitätsfaktor 1.5 (das heißt, der Grenzwert darf um 50 % überschritten werden) „Euro 6d“ der ab 2020 eingehalten werden muss.

Opel erfüllt bereits jetzt, mit 85 Motorvarianten, die Euro 6d-Temp

Mit der Einführung des WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure), der künftigen Euro 6d-TEMP-Abgasnorm und Emissionsgrenzwerten, die unter realen Bedingungen im praktischen Fahrbetrieb (RDE = Real Driving Emissions) nicht überschritten werden dürfen, steht die Automobilindustrie zweifelsohne vor grossen Herausforderungen. Doch Opel hat diese unverzüglich angenommen und bewältigt. So begann das Unternehmen beispielsweise schon im Juni 2016, für den Bestseller Astra WLTP-Daten zu veröffentlichen – mehr als zwei Jahre, bevor dies verpflichtend für alle Fahrzeuge wird. Opel-Kunden haben so einen viel transparenteren Zugang. Genauso gut ist die Marke mit dem Blitz auf die Einführung der Euro 6d-TEMP-Abgasnorm vorbereitet: Schon heute erfüllen 85 Opel-Motorvarianten die Vorgaben der neuen Norm. Die folgenden Absätze geben einen kurzen Überblick über die wichtigsten Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit Testabläufen, tatsächlichem Treibstoffverbrauch, CO2-Emissionen und der Euro 6d-TEMP-Regelung.

WLTP & CO2: Werte näher am realen Fahrverhalten

Der WLTP-Zyklus wurde am 1. September 2017 für neue Fahrzeugtypen eingeführt. Zwölf Monate später wird er für alle Fahrzeuge bindend und ersetzt den bisher genutzten Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ). Auch wenn es sich bei WLTP immer noch um einen Labortest handelt, wurde das Verfahren eingeführt, um den Kunden Verbrauchsdaten zu liefern, die eher dem tatsächlichen Fahrverhalten entsprechen und so mehr Transparenz schaffen.

Der WLTP-Zyklus besteht aus verschiedenen Phasen, die auf alltäglichen Fahrprofilen von Autofahrern aus aller Welt basieren. Im Vergleich zum NEFZ ist WLTP deutlich dynamischer, hat weniger Haltephasen und verwendet höhere Geschwindigkeiten über längere Zeiträume, was heutige Fahrsituationen realistischer widerspiegelt.

Jeder Fahrzeugtyp wird in seiner leichtesten (wirtschaftlichsten) und schwersten (Treibstoffzehrendsten) Ausführung getestet. Die Einführung des WLTP-Zyklus hat zwar zu gestiegenen offiziellen Verbrauchs- und CO2-Angaben bei Fahrzeugen geführt, diese Werte liegen jedoch deutlich näher an den tatsächlichen Verbräuchen und CO2-Emissionen.

Euro 6d-TEMP & RDE: Auf der Strasse und im Labor gemessen

RDE ergänzt den WLTP-Zyklus und misst den Schadstoffausstoss des Autos beim Fahren auf öffentlichen Strassen. Die RDE-Messung erfolgt mittels eines mitgeführten mobilen Abgasmessgerätes (PEMS = Portable Emission Measurement System), das eine Echtzeit-Überwachung der wesentlichen Schadstoffe ermöglicht. Die RDE-Methode besteht zudem aus verschiedenen Fahrbedingungen, die unterschiedliche Höhenlagen, zusätzliche Beladung des Fahrzeugs, Fahrten bergauf und bergab sowie unterschiedliche Strassenkategorien (Stadtverkehr, Landstrasse, Autobahn) und Geschwindigkeiten berücksichtigt.

Darüber hinaus gilt für Euro 6d-TEMP ein NOx-Konformitätsfaktor von 2,1 – d.h. Fahrzeuge, die nach der RDE-Methode gemessen werden, dürfen im praktischen Fahrbetrieb den Grenzwert für Stickoxid-Emissionen (NOx) maximal um den Faktor 2,1 überschreiten. Euro 6d-TEMP wird schliesslich von Euro 6d mit einem NOx-Konformitätsfaktor von 1,5 (plus Fehlermarge von aktuell 0,5) abgelöst werden. Diese Norm gilt dann ab Januar 2020 für neue Typgenehmigungen und ab Januar 2021 für alle Fahrzeugneuzulassungen.

Schon jetzt erfüllen 85 Opel-Motorvarianten die strengen zukünftigen Grenzwerte der Euro 6d-TEMP-Norm. Damit nimmt Opel eine Führungsrolle in der Automobilindustrie auf dem Weg zur flächendeckenden Motorisierung gemäss Euro 6d-TEMP ein. Bereits heute sind Euro 6d-TEMP-fähige Benzin- und Autogas-Triebwerke über die gesamte Opel-Modellpalette hinweg verfügbar – von ADAM, KARL und Corsa über Astra, Cascada und Insignia bis hin zu Mokka X, Crossland X, Grandland X und Zafira. Hinzu kommen ebenso effiziente Diesel-Varianten, welche die strengen Grenzwerte ebenfalls schon jetzt erfüllen.

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