Zuhause wo andere nur testen – Volvo Winterfahrtraining 2017

Zuhause wo andere nur testen – Volvo Winterfahrtraining 2017
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Oftringen, 20.01.2017 – Wir nahmen diese Jahr, zum ersten mal, an einem Winterfahrtraining teil. Das Training wurde von der Firma Volvo Car Switezrland AG ausgerichtet und fand in Samedan, Graubünden, nahe St. Moritz bzw. dem Flughafen Samedan statt.

Volvo hatte eine interessante Gruppe von Teilnehmern zusammen getrommelt und uns im Hotel Castell in Zuoz untergebracht. Unter anderem nahmen auch Marc Sway und Pascal Schmutz (beides Markenbotschafter der Volvo Schweiz) an dem Training teil. Wir waren zusammen etwa 20 Teilnehmer und hatten alle viel Spass und gute Diskussionen.

Das Fahrtraining selber wurde von geprüften VSR Instruktoren des Driving Center Schweiz durchgeführt und Volvo hat seine gesamte Modellpalette für das Training zur Verfügung gestellt. Diesel und Benziner, Kombis und Limousinen von klein bis gross (40er – 90er Modellreihe) und natürlich die grossen SUVs – XC90. Das Trainingsgelände am Cho d’Punt in Samedan ist ein sehr grosses, ebenes Gelände das jetzt natürlich mit Schnee und Eis bedeckt war.

In einem Pavillon konnte man Getränke und Speisen zu sich nehmen, sich aufwärmen oder einfach mal Pause machen. Dort gab es auch eine kleine Einführung über die Sicherheit am Platz, die Vorstellung der Instruktoren und der Trainingseinheiten.

Wie so oft im Engadin hatten wir phantastische Wetter, klaren blauen Himmel mit super Sonnenschein, aber trotzdem ca. minus 15 Grad. Wir waren alle gut und warm angezogen. Die Instruktoren hatten vier verschiedene Trainingseinheiten vorbereitet. Am Nachmittag, nach der Pflicht, gab es dann noch einen Fun-Parcours auf dem wir uns austoben konnten. Immer in Paaren gruppiert konnten wir uns die Fahrzeuge aussuchen und damit das Training fahren. Nach ein paar Runden konnten sowohl die Fahrer als auch die Fahrzeuge gewechselt werden. So kam jeder einmal mit dem Fahren an die Reihe und man hatte die Chance jedes Fahrzeug zu testen.

Im Slalom das Fahrzeug kennen lernen

Die erste Trainingseinheit war eine Slalom – Strecke bei der es darum ging das Fahrzeug kennen zu lernen und es auf Schnee und Eis um die Pylonen bewegen zu können. Wir fuhren also immer schön im Abstand durch den mit Pylonen markierten Slalomkurs und von dort wieder zurück zum Ausgangspunkt. Ziel war hier, das Fahrzeug so schnell wie möglich durch die Trainingseinheit zu bringen und dabei das Fahrzeug zu beherrschen. Handling, Fahrdynamik, Kreis / Slalom. Natürlich rutschten wir zuerst mit den Wagen in der Gegend herum und es macht einen riesen Spass.

In jedem Fahrzeug befand sich ein Funkgerät, über das der Trainer mit uns in Kontakt stand und uns verschiedene Tipps oder Hinweise geben konnte.

Am Anfang fuhren wir den Test mit eingeschaltetem ESC (Elektronische Stabilitätskontrolle). Das ESC von Volvo lässt dem Fahrer, im Gegensatz zu anderen Herstellern, einen grossen Spielraum der Eigenverantwortung. Das heisst man kann sein fahrerisches Können sehr lange selber bestimmen. Wenn es dann aber darauf ankommt, greift das ESC gut dosiert ein und stabilisiert das Fahrzeug. So kann man schon mit durchdrehenden Rädern anfahren, aber das Fahrzeug wird in den Kurven durch das ESC stabilisiert und man kommt schnell wieder in die Spur zurück. So lässt sich das Auto doch mit ordentlicher Geschwindigkeit durch den Slalomkurs bewegen. Eine gute Erfahrung, wenn man einen Volvo im Alltag fährt und dann in eine kritische Situation kommt, bei der man schnell ausweichen oder um Hindernisse herum fahren muss.

Die Instruktoren gaben uns viele Tipps wie man das Fahrzeug noch besser in dieser Situation beherrschen kann. Zum Beispiel in dem man durch Gas wegnehmen die Last auf die Vorderräder verlagert und damit das Einlenken verbessert.

Übrigens waren für mich alle Bedienelemente in den Volvo – Fahrzeugen sofort leicht erreichbar und intuitiv verwendbar. Der Touch-Screen in der Mitte der Konsole lässt sich wie ein iPad bedienen und per Finger von Seite zu Seite blättern. Ein Fingerdruck auf das ESC – Symbol und es war ausgeschaltet. Die anderen Bedienelemente sind, wie bei fast allen Premium – Marken an den gleichen Stellen angeordnet und können dort auch so bedient werden.

Schon diese Trainingseinheit machte sehr viel Spass. Die Volvo – Fahrzeuge sind sehr gutmütig zu fahren und man merkt, dass der Hersteller aus einem Land kommt in dem es häufig viel Schnee und Eis gibt. Das gesamte Handling kann man als angenehm und sicher beschreiben auch wenn man kräftig auf Gas oder Bremse tritt. Die Fahrzeuge waren natürlich alle voll ausgestattet und hatten Motoren mit viel Leistung.

Ich hatte in keinem Augenblick das Gefühl, ich oder das Fahrzeug hätte die Lage nicht mehr im Griff. Das Tolle an einem solchen Schnee- und Eis-Parcours ist, dass man kaum Angst haben muss irgendwo anzuecken und so seine und die Grenzen des Fahrzeugs erfahren kann.

Wir wurden pro Runde immer schneller, aber ich habe kaum ein Fahrzeug gesehen, welches extrem aus der Bahn brach. Also z.B. sich mehrfach um die Achse drehte. In den Volvos steckt ganz klar viel Erfahrung mit dem Fahren auf unsicheren Untergründen, was die allgemeine Sicherheit klar verbessert.

Hindernissen ausweichen auf Schnee und Eis

In der nächsten Trainingseinheit ging es darum einem in die Strasse ragenden Hindernis ausweichen zu können. Wie es im Alltag vorkommen kann wenn ein anderes Fahrzeug plötzlich aus einer Seitenstrasse kommt. Man musste auf einer Geraden zuerst auf einen bestimmten Wert beschleunigen und dann voll in die Bremsen steigen, dabei aber um das Hindernis herum lenken. Das waren bei uns natürlich Pylonen und kein Auto.

Im ersten Moment sollten wir auf 55 km/h beschleunigen und dann ab einer bestimmten Stelle stark bremsen und um das Hindernis herum fahren. Also Bremsen, Ausweichen, Spurwechsel. Mit ABS geht das sehr gut. Jedoch muss man seine inneren Schwellen und Ängste überwinden.

Die meisten hatten zuerst Angst überhaupt so schnell auf das Hindernis zu zu fahren und waren dann zu langsam um im Bremsvorgang um das Hindernis herum fahren zu können. Erst nach ein paar Versuchen kamen die Teilnehmer immer näher an 55 km/h heran.

Wichtig bei dieser Übung war, während des Bremsvorgangs zu lenken. Irgendwie sind die meisten Menschen so konditioniert, dass sie, in einer solchen Situation, in einer Art Schockstarre ausharren und nur noch eines können auf dem Bremspedal hängen. Das Lenken wird dabei vergessen.

Mit ABS kann man aber sehr gut beim Bremsen lenken ohne einfach gerade aus zu rutschen. Wenn man das erst einmal heraus hat, bekommt man ein unglaublich grösseres Gefühl der Sicherheit beim Fahren. Und das konnte man bei dieser Trainingseinheit üben. Ich finde diese Übung sollte bei jeder Fahrschule wichtiger Bestandteil der praktischen Ausbildung und Prüfung sein. Denn sie kann wirklich sehr viel Schaden reduzieren und auch Menschenleben retten. Wie oft kommt es auch im Sommer vor, dass man einem anderen Fahrzeug, das z.B. aus einer Seitenstrasse heraus fährt, ausweichen muss. Wenn man dann gelernt hat, richtig zu bremsen und zu lenken, dann verschafft einem das sowohl passive als auch aktive Sicherheit und ein gutes Gefühl das Fahrzeug auch in solchen Situationen zu beherrschen.

Nach dem wir nun diese Übung erfüllt hatten, sollten wir die Geschwindigkeit soweit steigern wie wir konnten. Der Instruktor machte einen Wettbewerb daraus. Wir erreichten schnell Geschwindigkeiten von 75 oder 80 km/h, bei denen man immer noch bremsen und ausweichen konnte. Leider wurden meine 83 km/h nicht gezählt, da ich am Ende des Parcours einen Pylonen berührte. Na ja, Shit happen.

Für mich erstaunlich war, wie schnell man fahren und trotzdem mit Hilfe von ABS bremsend und um ein Hindernis fahren kann. Auch in dieser Übung zeigte sich wie zuverlässig und wohlwollend die Volvo – Modelle zu fahren sind und damit eine aktive und passive Sicherhit bieten.

100 % Gefälle mit HDC von Volvo

Das HDC (Hill Descent Control) – System von Volvo kann man mit einer Art Motorbremse vergleichen. Besonders beim Bergabfahren kann es hier sehr hilfreich sein das Fahrzeug sicher und stabil nach unten zu bringen. Das HDC sorgt dabei dafür, dass die Räder sich langsam drehen, also das Fahrzeug langsam nach unten fährt, aber die Räder nicht ins Rutschen geraten. Dabei wird eine bestimmte Geschwindigkeit nicht überschritten. Bei den SUV-Modellen von Volvo XC90 ist diese Funktion automatisch eingeschaltet, wenn man den „Drive Modus“ – „Off-Road“ einstellt. Möglich sind vier Drive – Modi (nicht Hybrid). Comfort – Eco – Off Road – Dynamic und Individual.

Im dritten Trainingsintervall sollten wir nun erfahren, wie man dieses HDC im Gelände nutzen kann. Wir fuhren mit einigen Volvo XC90 zu einer nahegelegenen Kiesgrube, welche extra für diese Zwecke angemietet war. Dort gab es einen Parcours der extra mit einer Steigung bzw. einem Gefälle von 100 % präpariert war. Natürlich mit Schnee und Eis.

© 2017, Gordian Hense, carmart.ch

100 % Gefälle bedeutet im Strassenverkehr, dass auf 100 Meter Strecke ein Höhenunterschied von 100 Meter erreicht wird. In Gradzahlen ausgedrückt sind das 45 Grad. Das ist fast schon zu Fuss nicht mehr gut zu laufen, weil man keinen Halt mehr unter die Füsse bekommt.

Das HDC ist sowohl beim Bergauffahren wie beim Bergabfahren eine sehr wichtige und nützliche Funktion. Denn es funktioniert sowohl vorwärts wie auch beim Rückwärtsfahren. Ein SUV in der Kategorie wie ein XC90 wiegt einiges. Wenn man also eine Steigung von 100 % im Gelände hoch fährt, kann es passieren, dass man nach zwei Drittel der Strecke stehen bleiben muss, weil z.B. ein Hindernis auftaucht oder man nicht mehr sehen kann wo man hin fährt. In solchen Fällen würde das Auto durch die Erdanziehung wieder nach hinten und unten gezogen. Wenn man dann auf die Bremse tritt und nicht sehr sensible damit umgehen kann, kommen die Reifen und der Wagen ins Rutschen. Dabei nimmt die Geschwindigkeit proportional zum Gefälle und der Strecke zu. Das heisst, man rutscht mit einem ca. 2 Tonnen schweren Auto unkontrolliert nach hinten und unten. Dann fehlen nur noch ein paar Lenkbewegungen und das Fahrzeug kippt seitlich um und es überschlägt sich. Um das zu vermeiden schaltet sich auch beim Rückwärtsfahren das HDC ein und sorgt für eine elektronisch gesteuerte Verzögerung der Räder die den grösst möglichen Gripp erzeugen. Als Fahrer muss man nur das Lenkrad richtig halten sodass die Richtung eingehalten wird.

Es kostet schon ein wenig Überwindung eine Steigung von 100 % hoch zu fahren, etwa bei zwei Drittel stehen zu bleiben und dann das Fahrzeug in die Hände des HDC zu übergeben und sauber zurück zu rollen. Aber genau das haben wir in dieser Übung trainiert. Einfach die Füsse von den Pedalen genommen und rückwärts gerollt. Das HDC schaltet sich wegen der Werte der Sensoren im Fahrzeug ein und bremst den Wagen ab. Wie bei einer ABS-Bremsung führt das System einen rhythmischen Bremsvorgang aus der von kleinen Pausen unterbrochen wird, so dass das Fahrzeug weiter rollt. So kann man ganz kontrolliert den Berg rückwärts wieder herunter fahren. Die Zuverlässigkeit des HDC ist beeindruckend.

Im zweiten Teil haben wir das nun auch vorwärts Berg runter trainiert. Ein Instruktor wies uns in die Fahrbahn ein, denn ab einem bestimmten Punkt, beim nach unten Fahren, kann man nicht mehr sehen wohin man eigentlich fährt. Mit 1-3 km/h fuhren wir dann los. In dem Moment wo die Reifen begannen zu rutschen, gab der Instruktor ein Zeichen und wir liessen das Gas und Bremspedal los. Nun übernahm das HDC und lies den Wagen kontrolliert ins Tal rollen. Phantastisch. Dabei wird eine bestimmte Geschwindigkeit nicht überschritten.

Die SUVs von Volvo sind mit dem HDC aber auch ihrer gesamten sonstigen Ausstattung ideale Fahrzeuge für das Geländer oder Off-Road-Ähnliche Bedingungen.

Driften was das Zeug hält

In der vierten Trainingseinheit hatten wir wieder einen Slalomkurs zu bewältigen. Jedoch stand dieses mal im Vordergrund die Bögen um die Pylonen mit grösst möglichem Radius und elegant im Drift zu umfahren.

Das machte riesigen Spass. Da wir nun die Fahrzeuge schon besser beherrschten konnte mancher seine Ideallinie finden und in vollem Drift um die Pylonen fahren. Wichtig war hier die Lenkbewegungen richtig zu lernen. Denn beim Drift muss man sehr viel hin und her lenken, Gas geben, bremsen und damit das Fahrzeug im Drift halten. Automatisch lernt man dabei das Lenkrad richtig anzufassen. Denn mit einer falschen Haltung am Lenkrad und falschem Griff des Lenkrades kann man sich schnell weht tun und auch die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren. Ich glaube alle haben gelernt, wie man das Lenkrad richtig bewegt.

Fun-Parcours über die gesamte Fläche

Nach den offiziellen vier Trainingseinheiten konnten wir das Gelernte in einem Fun-Parcours mit viel Spass vertiefen. Über die ganze Länge des Trainingsplatzes wurde ein grosszügiger Slalomkurs abgesteckt, den man mit Drift durchfahren konnte.

Jeder konnte sich dabei jedes Fahrzeug von Volvo nehmen und testen wie es sich verhält. Natürlich machte das einen riesen Spass. Denn je mehr man auf dem Schnee und Eis um die Pylonen fuhr umso sicherer wurde man und konnte schön driften. Ich glaube jeder der Teilnehmer hat gemerkt wie er immer besser wurde.

Ein wirklich gelungener Tag mit viel Spass

Das Volvo Team und die Instruktoren haben uns Teilnehmern einen wirklich tollen Tag ermöglicht. Bei dem wir sehr viel für das sichere Fahren lernen konnten. Die Modell-Palette von Volvo und die Ausstattung kennen lernen konnten und vor allem gemeinsam viel Spass haben konnten.

Kontakt: Winterfahrtraining Volvo 2017

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