Warum zukünftige Mobilität ökologisch wie ökonomisch nachhaltig und effizient sein muss!

By Gordian Hense
Container SchiffBild von Julius Silver auf Pixabay

Mobilität und Transport sind die Grundsteine unseres heutigen Wohlstands

Mobilität und Transport sind die Grundsteine unseres heutigen Wohlstands. Ohne Waren und Menschen frei und kostengünstig transportieren zu können, wäre die Wirtschaft und unsere Gesellschaft heute nicht so weit wie sie ist. Wir Menschen wären nicht nur in der Auswahl an Produkten zu günstigen Preisen, sondern auch vieler andere Dinge beraubt. Mobilität macht es möglich, schnell und effizient Medikamente zu beschaffen. Gerade in der jetzige Zeit ein Vorteil. Mobilität erlaubt uns an ferne Orte zu reisen und dort Menschen zu treffen und uns mit ihnen auszutauschen. Was uns und die Besuchten bereichert, egal ob es um Geld, Geschäfte oder Privates geht oder nicht. Mobilität und Transport ist ein wesentlicher Grundpfeiler unserer modernen Gesellschaft. Was es für Auswirkungen hat, wenn wir darauf verzichten müssen, zeigt sich gerade in der Zeit der aktuellen Pandemie (Siehe auch: „Frachtchaos am Ärmelkanal„). Selbst der Detailhandel profitiert von dem individuellen Verkehr. Wie mühsam war es zu den Zeiten, als man mit dem Bus oder der Bahn zu einem Geschäft fahren musste, um dann die schwer zu transportierende Ware nach hause zu schaffen. Durch den Individualverkehr haben die Detailhändler ihre Umsätze multiplizieren können. Das kann man an vielen einfachen Beispielen abzählen.

Mobilität von Waren – Grössten Impact hat der Schiffstransport

Täglich fahren grosse Container-Schiffe auf den Weltmeeren herum um Waren aus anderen Ländern zu uns zu bringen oder hier hergestellte Waren an einen anderen Ort auf der Welt zu schaffen. Die sinkenden Kosten für den Transport über Container- und Frachtschiffe hat unseren Wohlstand, nach dem zweiten Weltkrieg, erst richtig ermöglicht. Ohne diese günstigen Transportmöglichkeit würden wir in einer ganz anderen, viel ärmeren Welt leben.

Eine Jeans würde 1’000 CHF kosten

Ein ganz einfaches Beispiel dazu. Jeans werden heute in Asien hergestellt. Der Grossteil der Baumwolle dafür stammt aus Indien, China, den USA, Brasilien und Pakistan. Die Baumwolle muss also erst einmal an den Herstellungsort der Weberei transportiert werden. Das geschieht mit Schiffen, denn über Land wäre das viel zu teuer. Ist der Stoff fertig gewebt, wird der Stoff wieder mit Schiffen in das Land transportiert, in dem der Stoff gefärbt wird. Hat er seine Farbe bekommen und ist getrocknet, geht es, wieder mit einem Schiff weiter dorthin, wo die Jeans genäht werden. Sind die Jeans dann fertig, werden sie wieder mit Schiffen in die Länder geliefert in denen sie verkauft werden. Natürlich addieren sich die Kosten der einzelnen Transporte auf den Preis. Wenn man bedenkt, dass eine Jeans hier in der Schweiz zwischen 50 bis 100 CHF im Detailhandel kostet, manche natürlich sogar mehr, ist das aber immer noch sehr billig. Wenn man bedenkt, dass damit mehrere Fahrten mit den Schiffen, dass Material, die Löhne, Farbe und weitere Einzelkosten bezahlt werden müssen und die Händler noch ihre Marge verdienen. Man kann sich gut vorstellen, was also der einzelne Frachter davon abbekommt. Sehr wenig. Das lohnt sich nur, weil es in grossen Mengen gemacht wird. Wären die Kosten für den Transport proportional zu der Umweltverschmutzung die durch CO2 entsteht, müsste eine Jeans hier rund 1’000 CHF kosten, weil die Kosten für den Transport viel höher werden. Andere Produkte sinngemäss. Nur um einmal zu verdeutlichen, wie wichtig günstige Transporte über den Seeweg für „uns“ sind!

Öl macht es möglich

Grundstein dafür, dass Schiffe den günstigen Transport möglich gemacht haben, ist das Rohöl bzw. das Schweröl, dass die Schiffe als Treibstoff verbrauchen. Ein mittleres Container-Schiff verbraucht am Tag rund 300 Tonnen Schweröl und erzeugt bei dem Verbrennen eine CO2-Wolke von 20’000 Tonnen. An einem Tag! Eine Tonnen Schweröl kostet auf dem Weltmarkt rund nur 130 USD, also verbraucht ein Tag im Vollbetrieb rund 39’000 USD. Zwischen Europa und Asien fahren im Jahr rund 45’000 solcher Schiffe kontinuierlich hin und her. Zwischen den USA, China, Australien sind es noch viel mehr. Eisenerz und Kohle wird aus Australien, Süd-Afrika und China nach Europa transportiert um hier daraus Autos, Maschinen und andere Produkte herzustellen. Europa hat dazu viel zu wenige Bodenschätze. Shipmap.org visualisiert die Fahrten vieler Frachter sehr schön. In Echtzeit wird hier dargestellt, wie viele Schiffe ständig auf den Routen unterwegs sind. Kombiniert mit den Flugzeugen, als Transportmittel, haben wir so ein sehr enges Netz an Kanälen geschaffen über die wir Waren und Menschen sehr günstig transportieren können. Aber alles ist vom Öl und seinem Preis abhängig.

Die USA haben die Macht über das Öl

Die USA haben durch ihre Grösse und militärische Macht dafür gesorgt, dass sie praktisch die Hoheit über das Rohöl haben, welches auf der Welt verkauft und genutzt wird. Die USA bestimmen, wer Öl verkaufen kann und wer Öl kaufen kann. Ausserdem kontrollieren sie den Preis. Die OPEC ist zwar eine Organisation die regelmässig so tut, als bestimme sie den Weltpreis von Rohöl, faktisch bestimmt das aber die USA. Die Transporte von Waren über Container-Schiffe liegt im grössten Interesse der USA, denn die USA importiert mehr Waren als sie exportiert. Das heisst, die USA können sozusagen über den Öl-Preis bestimmen wie teuer oder billig die Waren werden, die sie im Ausland kaufen. Andere Länder, die auch regen Handel treiben wollen, werden von den USA kontrolliert. Zum Beispiel China. Der offizielle Erzfeind der USA. China hat keine grossen Öl-Vorkommen und muss sich deshalb Öl aus dem Ausland kaufen. Die meisten Förderländer aber sind längst unter der Kontrolle der USA. Oder sie werden über Sanktionen (siehe Iran, Russland u.a.) mittels der Partner der USA gefügig gemacht bis daran gehindert, Öl nach China zu liefern. Die USA will damit die Entwicklung der wirtschaftlichen Macht Chinas ausbremsen.

Die USA hat mit der Hoheit über Öl einen taktischen Pfand gegenüber China in der Hand. Das Ergebnis daraus ist: Wenn China in seinem Wohlstand weiter wachsen will, muss es mehr Rohöl kaufen. Damit liefert sich das Land aber den USA aus. Also hat China sich nach Alternativen umgesehen und versucht, so weit es geht, auf Öl als fossilen Treibstoff zu verzichten. Das ist auf jeden Fall der Plan. Das es nicht überall geht, ist auch klar. Aber was hat das für Auswirkungen?

Transport

Bild von Tim Hill

Was hat das alles mit unserer Mobilität zu tun?

Sehr viel, wie ich hier erklären möchte. Derzeit nutzen wir überwiegend Öl und Gas um Strom zu erzeugen oder damit in Autos und Lastwagen uns und Waren zu transportieren. Die Kosten pro gefahrenem Kilometer setzen sich aus der Abschreibung des Anschaffungspreises plus der Verbrauchskosten zusammen. Also der „Total Cost of Ownership“ (TCO). Bei den Verbrauchskosten spielt der Treibstoff eine wichtige Rolle.

Chinas Plan auf Öl zu verzichten, dank dem Imperialismus der USA

China hat sich einen Plan gemacht, um nachhaltig auf die Abhängigkeit vom Öl verzichten zu können. Dazu baut China viele Wasser-, Kohle- und Atomkraftwerke und erzeugt damit Strom. Aber auch alternative Energiequellen werden massiv genutzt. So wird Solar- und Windkraft zunehmend ausgebaut. China ist das Land mit der grössten Zahl an Quadratmetern Solar-Panel auf der Welt. Dadurch hat es China geschafft bei der Pro-Kopf-Verschmutzung CO2 auf weit tiefere Plätze zu gelangen, als z. B. die USA oder Länder aus Europa. Zählt man in Deutschland und den USA z. B. den CO2-Ausstoss der Container-Schiffe die in Bezug zu den Ländern stehen dazu, liegen diese beiden Länder ganz an der Spitze der CO2-Produzenten. China steht viel weiter hinten.

China hat eine Bevölkerung von rund 1.4 Milliarden Menschen. Das ist weit mehr als in den USA und Europa zusammen gerechnet (nur rund 850 Mio.). Noch ist nur ein kleiner Teil davon so wohlhabend, dass sich der Einzelne ein Auto leisten kann. Im Vergleich zu Europa und den USA sind es aber viele. Derzeit haben nur rund 200 Mio. Einwohner das Geld einen eigenen Wagen fahren zu können. Schon das hat in den Städten zu katastrophalen Zuständen der Luftverschmutzung geführt. China versucht nun mit sehr vielen Programmen Alternativen zu schaffen. Dabei haben sich für private Personenwagen und Transporter batteriebetriebene Fahrzeuge (BEVs) bereits bewährt. Sie verschmutzen in den grossen Städten die Luft nicht, die Kapazitäten der Batterien / Reichweiten werden zunehmend grösser und die Kosten für diese Autos werden immer geringer, da sie in grossen Stückzahlen gebaut werden können. Ausserdem ist der Treibstoff, der Strom, viel billiger. Gerade hat Didi Chuxing einen Pakt mit BYD beschlossen für ihr Ride-Hailing System tausende von speziellen Elektroautos zu bauen. Denn mit autonom fahrenden Fahrzeugen – was das Ziel von Didi Chxing ist – kann man nicht nur die Kosten für Fahrer einsparen, sondern auch mit viel weniger Fahrten und Fahrzeugen die gleiche Anzahl an Personen befördern. Analysen haben heraus gefunden, dass bei einer vollständigen Umstellung des Individualverkehrs auf autonom fahrende Fahrzeuge, die Zahl der Fahrzeuge auf ein Drittel reduziert werden kann. Das bedeute auch weniger Strassen, weniger Parkplätze, weniger Kosten – also eine Effizienzsteigerung enormen Ausmasses.

China hat nach belieben Zugriff auf die Rohstoffe dafür. Einmal, weil man sehr vorausschauend gute Verträge und Politik mit Lieferländern gemacht hat, aber auch weil man selber in dem grossen Land eigene Vorkommen hat. Warum sollte China also auf Öl setzen, bei dem sie abhängig von den USA sind, wenn sie mit eigenen Ressourcen vieles selber machen können? Natürlich entwickelt China auch an Brennstoffzellen und anderen Technologien, es wäre ja dumm nicht auf allen Gebieten mit vorne dabei zu sein. In der Masse aber, weiss die Regierung in Peking, können sie das Land nur mit Individualverkehr ausstatten wenn sie günstige BEVs (batteriebetriebene Elektroautos) und Strom anbieten. In den nächsten zehn Jahren wird erwartet, dass weitere 200 Mio. Menschen so wohlhabend werden, dass sie sich auch ein eigenes Auto leisten können. Das wäre ein Markt von 400 Mio. Autos – grösser als jeder Automarkt auf der Welt. Und diese Entwicklung wird in den darauf folgenden Jahren weiter gehen, bis 80 % der Bevölkerung ausgestattet ist, wie bei uns. Das ist schlicht mit Autos die fossile Stoffe verbrennen nicht realisier- und bezahlbar. Mal abgesehen von den Umweltproblemen die dann entstehen würden. Die einzige Alternative sind BEVs, also batteriebetriebene Autos und nachhaltig erzeugter, günstiger Strom. Also auf keinen Fall Verbrennung fossiler Stoffe, wie bei Benziner/Diesel oder Brennstoffzellen.

Die ganzen Fake-News die zu Rohstoffen, Umweltverschmutzung etc. bzgl, BEVs verbreitet werden, kann man getrost missachten. Sie werden von den Lobbyisten einer veralteten Industrie verbreitet, die die Menschen noch so lange ausnutzen wollen wie es geht. Die Entwicklung der Akkus, der Materialien, der Abbaumethoden, der Fertigung ist in so einem raschen Wandel, dass jeder Beitrag dazu in einer Woche veraltet ist. Die Lernkurve dazu ist noch lange nicht am Ende angekommen und steigt rasant. Genauso wie die Kosten fallen. Und wegen irgendwelcher europäischer Bedenkenträger wird China sein Ziel, seine Bevölkerung mit individuellem Verkehr auszustatten, nicht aufgeben. Bei BEVs sind eben sowohl die ökologischen wie die ökonomischen Zahlen im Plus, im Gegensatz zu allen anderen Technologien. Und darauf setzt China. Das ist für uns ausschlaggebend, denn sie geben die Kostenführerschaft vor.

Damit sich diese Entwicklung für China noch mehr bezahlt macht, sind die Chinesen dabei ihre BEV-Elektroautos auf den europäischen und US-Markt zu werfen. Und das zu Preisen, die wir hier nie erreichen werden. Einen Teil der Gründe dafür habe ich bereits erklärt. Europa und die USA bleibt bei der Situation auch nichts anderes übrig als auf fossilfreie Fahrzeuge zu setzen. Es sei denn, man behindert die Einfuhr. Darauf würden die Chinesen aber ebenso reagieren. Also auch kein Weg. Die G20 Staaten und der Welt-Klimarat haben den Chinesen Umweltverschmutzung vorgeworfen und Massnahmen angeprangert, wohl mit dem Ziel Chinas Entwicklung auszubremsen. Jetzt hat China den Spiess umgedreht und stellt Fahrzeuge her, die umweltfreundlicher und wirtschaftlicher sind als sie in Europa und den USA je hergestellt wurden. Die Antwort sollen Brennstoffzellen sein? Ernsthaft? Die USA und Europa machen sich damit komplett lächerlich.

Update 22.12.2020: Am 04.12.2020 meldete die Chinesische Atombehörde, dass sie ihren ersten, erfolgreichen Test mit einem Fusionsreaktor durchgeführt haben. Dabei wurden in einem Fusionsreaktor rund 150 Millionen Grad erzeugt. Das Prinzip ist wie die Sonnen funktioniert. Der Test dauert zwar nur 10 Sekunden, dennoch ist das der erste wirklich grosse Schritt in Richtung Fusionskraft. China arbeitet zwar schon seit 1960 an der Fusionskraft, ist aber erst vor Kurzem einem internationalen Konsortium (EU, USA, China) zur Erforschung von Fusionskraft beigetreten. Das ist der erste erfolgreiche Test eines Fusionsreaktors überhaupt. Europa und die USA arbeiten bereits seit mehr als 60 Jahren an solch einem Reaktor, Versuche waren bisher aber immer erfolglos bzw. kamen nicht zustande. Um so erstaunlicher ist der erste, erfolgreiche Test nun in China. Man muss sich dann schon wundern. Die Fusionskraft könnte das gesamte Energieproblem auf der Welt lösen. Natürlich sehen es vor allem Mineralölkonzerne und Länder die die Hoheit über Rohöl und Erdgas haben und damit Geopolitik betreiben, gar nicht gerne, wenn die Fusionskraft ein Erfolg wird. Fusionskraft könnte nach belieben „grünen“ Strom erzeugen. Umwege über fossile Bodenschätze, wie Erdöl oder Erdgas aber auch Wasserstoff, Solar und Windkraft wären vollkommen überflüssig. Je ein Fusionsreaktor würde in Europa, USA, China etc. für alle benötigte Energie sorgen können. Damit wäre auch der Durchbruch für batteriebetriebene E-Autos vollständig vollzogen, denn alle anderen Technologien wären viel zu teuer und sinnlos.

Der Preis wird die Technologie bestimmen, die sich durchsetzt

Als Politiker und Unternehmer in den USA und Europa das erkannt hatten, beschäftigen sie sich, in wilder Verzweiflung, mit Technologien, die die Hoheit der USA und Europa über den Individualverkehr zurück bringen soll. Sprich die Auto- und Ölindustrie retten zu wollen – so wie sie ist. Das ist aus deren Sicht die Brennstoffzelle. Man kann weiter Erdgas in Energie umwandeln und die ganze teure Infrastruktur weiter betreiben, inkl. der Ausbeutung der Menschen und dem Gewinntransfer von unten nach oben. Im Gegenteil, man kann hart verdiente Steuergelder von den kleinen Leuten, in die Taschen der schon immer Ausbeuter schaufeln.

Elon Musk ging den einzig gradlinigen Weg und begann ebenso effizient Elektroautos zu bauen, wie das die Chinesen bereits tun. Und damit ist er sowohl im Westen als auch in China sehr erfolgreich. Denn er ist der Entwicklung immer einen grossen Teil voraus.

Die andere Fraktion, die die Öl-Industrie und den alten Prozess der Verbrennung von fossilen Stoffen retten möchte, setzt voll auf die Brennstoffzelle und Wasserstoff oder glaubt immer noch an die Wiederauferstehung von Benziner und Diesel. Für Benzin und Diesel machen die CO2 Ziele Europas einen Schlussstrich. Die Brennstoffzelle bleibt der letzte feuchte Traum. Der Haken an der Sache ist aber, die Kosten- und Preiskurve für BEVs fällt so schnell, dass alle Investitionen in Wasserstoff jeden Tag obsoleter werden. Im Sinne von „Systemrelevant“ und „To-Big-To-Fail“ werden Milliarden an Subventionen (schwer verdiente Steuergelder, der kleinen Leute) in das System „Öl-Multi -> altbackene Autohersteller -> überbordende Autohändler -> rückwärtsgewandten Werkstätten und Zulieferer gesteckt. Man erkauft sich also mit hart verdienten Steuergeldern der Fleissigen Arbeitsplätze für kurze Zeit in einer Branche die zum Untergang verurteil ist. Die Politik geht also den Weg „lieber ein Schrecken ohne Ende, anstatt ein Ende mit Schrecken“. Ihr Geld kostet es ja nicht und jeder Arbeiter in einem Job, ist ein Wähler mehr. Was danach kommt, ist mir doch egal, dann bin ich in Rente. Ewig können die das nicht machen.

Herbert Diess, CEO der Volkswagen AG, hat als einziger die Situation richtig erfasst und die richtigen Schlüsse gezogen. Er baut das Unternehmen zu 100 % auf BEVs um und versucht das alte Kredo der Deutschen bzw. europäischen Qualität gegen die sinkenden Preise aus China zu halten. Und nur das ist der richtige Weg. Die anderen Autohersteller, die Kompromisse machen, verschwenden kostbare Entwicklungszeiten und Gelder für veraltete Technologie. Es wird in Europa so oder so zu einem Massensterben an Autohersteller und Marken kommen. Die einzige Frage ist, wer wird übrig bleiben? Nur die die Kosten im Griff haben. Und das ist mit Wasserstoff nicht möglich. Technologieoffenheit heisst heute, sein Geld und seine Zeit auf einen bunten Strauss an Möglichkeiten zu setzen. In jeder Managementlehre wird aber genau dass als grösster Fehler betrachtet. Die Konzentration auf die effizienteste Lösung ist richtig. Das heisst Nachhaltigkeit kann nur ökologisch wie ökonomisch gelingen. Denn Mehrkosten bedeuten auch immer einen grösseren Impact im ökologischen System.

Mobilitätslösungen müssen ökologisch wie ökonomisch nachhaltig und effizient sein

Im Individualverkehr und Transportwesen muss und kann der Weg leicht und genau in diese Richtung gehen, wenn denn Politiker endlich verstehen, dass ein Aufbäumen in Richtung Brennstoffzelle Nonsens ist und dem Volk mehr schadet als es je helfen wird. Auch bei Lastwagen ist natürlich eine Akkulösung zehn mal effizienter als eine Brennstoffzelle. Das Reichweitenthema, dass immer als Plus für Brennstoffzellen galt, ist längst vom Tisch. Fahrer dürfen gar nicht so lange fahren, dass grössere Reichweite von 800 km notwendig wären. Und die kann man locker jetzt schon mit batteriebetriebenen Lastwagen erreichen. Und das zu einem Drittel der Kosten gegenüber Brennstoffzellen.

Natürlich haben wir damit immer noch nicht das wahnsinnig grosse Problem der CO2 Produzenten „Container-Schiffe“ gelöst. Aber auch hier kann nur eine zukünftige Mobilität ökologisch wie ökonomisch nachhaltig und effizient sein. Das heisst wir müssen bei Schiffen, Flugzeugen oder Zügen nach Lösungen suchen, die genau so günstig sind wie bei Autos mit Akkus. Wie wir weiter oben gelernt haben, sind die Kosten für jeden zurückgelegten Kilometer – egal ob wir Menschen oder Waren transportieren – für unseren Wohlstand wichtig. Wenn wir leichtfertig auf eine Technologie setzen, an der Reiche durch Steuergelder kurzfristig reicher werden, aber für uns alle die Preise für Waren steigen, haben wir uns alle einen schlechten Dienst erwiesen.

Wir müssen als Europäer und Amerikaner besser sein und Lösungen für die Zukunft finden die ökologisch wie ökonomisch nachhaltig und effizient sind. Das ist die Brennstoffzelle in keinem Anwendungsfall. Selbst auf der Berghütte, ist es einfacher, günstiger, effizienter und ungefährlicher einen Akku zu installieren und mit Solar- oder Windkraft zu füllen, als eine gefährliche Brennstoffzelle unter dem Bett zu betreiben. Die dann noch alle sechs Monate gewartet werden muss.

Bei Containerschiffen sind, zum Beispiel, die Möglichkeiten in Kombination von Wind, Solar und Akkus noch lange nicht ausgeschöpft. Wind und/oder Sonne hat man auf den Weltmeeren genug. Wenn man Akkus als Zwischenspeicher nutzt, um Tage mit wenig Sonne oder Wind zu überbrücken, wird eine nachhaltige Lösung im Sinne einer ökologisch wie ökonomisch Vorgehensweise daraus. Die mit steigender Effizienz von Akkus aus nachhaltigen Rohstoffen eine echte Lösung sein kann. Redereien sind sicher auch hier an kostengünstigen Lösungen ohne CO2-Erzeugung interessiert. So lange Wasserstoff aus Erdgas gemacht wird entsteht auch ein grosser Teil CO2 bei der Raffination. Alle Vorteile zusammen genommen, lassen Brennstoffzellen nicht zu und bedeuten für die Zukunft batteriebetriebene Schiffe.

Fridays for Future sollte die grössten CO2-Produzenten in das Visir nehmen, und das sind die Containerschiffe. Sie sollten sich aber bei den Lösungen nicht ein X für ein U vormachen lassen und auf den Weg der Brennstoffzelle einschlagen. Denn nur eine ökologisch wie ökonomisch Lösung kann zukunftsweisen sein. Und das sind Brennstoffzellen nicht.

 

 

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