Tesla stürmt weltweit die Verkaufszahlen!

By Gordian Hense
Tesla Model 3 am SuperchargerTesla Model 3 am Supercharger

Tesla führt das erste mal alle Verkaufszahlen bei Elektroautos an. Im Jahr 2018 gelingt Tesla der Durchbruch. In den USA verkaufte Tesla im vierten Quartal 2018 mehr Autos als im ganzen Jahr 2017. Aber nicht nur bei Elektroautos führt Tesla den US-Markt an. In der Kategorie „Luxus Cars“ führt Tesla in den USA auch. Das heisst, in dieser Kategorie unterliegen z.B. BMW, Mercedes oder Audi bei den Verkaufszahlen sogar mit Benzin- und Dieselmotoren. Tesla führt in den Verkaufszahlen sogar, nach Umsatz, die Kategorie der Limousinen in den USA an. Also bei allen Limousinen egal von welchem Hersteller oder Antriebsart.

Ausschlaggebend für diesen Erfolg ist die nun laufende Produktion und Auslieferung des Tesla Model 3. Aber auch die Modelle X und S werden weiterhin gut verkauft. Das gerade vorgestellte Tesla Model Y wird in 2020 einen weiteren Boost bringen, so dass man davon ausgehen kann, dass Tesla den Markt lange anführen wird.


Tesla bewegt sich gegen den Trend nach oben

Entgegen der Entwicklung bei anderen Herstellern, die sinkende Absatzzahlen haben oder sich sogar aus dem US-Markt verabschieden, steigen die Verkaufszahlen von Tesla weiter. Das ist bemerkenswert und wurde so von vielen Analysten nicht vorhergesagt. Selbst die so hoch geschätzten grossen Bewertungsunternehmen an der Wall Street haben das nicht so vorher gesehen. Im Vergleich des Quartals 4 2018 mit 2017 hat Tesla um 367 % zugelegt. Das Tesla Model 3 hat sogar 3’808 % zugelegt.

Auch in Deutschland führt Tesla die Verkaufszahlen an

Im Februar 2019 wurden 959 Tesla in Deutschland zugelassen. Danach gefolgt von dem ZOE von Renault und dem i3 von BMW. Da Tesla erst in Februar Lieferungen des Model 3 nach Deutschland vornehmen konnte, ist davon auszugehen, dass diese Zahl in den nächsten Monaten steigen wird.

In Norwegen in einer Woche 1’000 Zulassungen. In Niederlanden meistverkaufte Elektroauto! In Kanada Nummer eins!

In Norwegen wurden in der ersten März-Woche 2019 bereits mehr als 1’000 Tesla Model 3 zugelassen. Im ganzen Monat März bereits 1’765 und insgesamt seit der Einführung des Model 3 2’337 Fahrzeuge. Im Vergleich dazu wurden nur 314 e-Golf oder 285 Nissan Leaf dort zugelassen. In den Niederlanden führte das Model 3 die Auslieferungszahlen für Elektroautos mit 472 Stück im Februar klar an. In Kanada hat Tesla im letzten Quartal 13’000 Einheiten verkauft und führt dort den Markt ebenfalls an.

Nach China 3’000 Stück ausgeliefert

Nachdem die Produktion in den USA für das Tesla Model 3 im Herbst angelaufen ist, konnten die ersten 3’000 Model 3 nach China geliefert werden. Derzeit werden um die 8’000 Stück Model 3 in Nevada produziert. Tesla baut gerade an einem eigenen Werk in China. Zusammen mit den steigenden Produktionszahlen in den USA wird dann wohl später dieses Jahr Tesla den Markt in China auch anführen.

Die Aussichten für Tesla sind rosig

Da die Produktion des Tesla Model 3 richtig angelaufen ist, sind in Zukunft weit höhere Verkaufszahlen zu erwarten. Gerade wurde das Tesla Model Y vorgestellt. Sollten seine Verkaufszahlen ebenfalls so in  die Höhe schnellen, was zu erwarten ist, wird Tesla den Markt in den wichtigsten Absatzmärkten lange anführen.

Obwohl andere Modelle auch zulegen, gibt es bei diesen erhebliche Lieferschwierigkeiten. Das Modell EQC von Mercedes soll für die nächsten 12 Monate bereist ausverkauft sein. Beim e-Tron von Audi gilt ähnliches. Auf einen e-Golf muss man mindestens sechs Monate warten und selbst bei den Rennern wie dem Renault ZOE oder dem BMW i3 muss man drei Monate Geduld haben. Ziehen die Verkaufszahlen weiter so an, wird man mit grösseren Wartezeiten rechnen müssen. Da alle Hersteller, ausser Tesla, keine grossen Kapazitäten haben.

Da Tesla über seine eigene Batterieproduktion verfügt, kann das Unternehmen die Skalierung selber bestimmen. Das Bottleneck, für die anderen Hersteller, liegt hier in der Versorgung durch Zulieferer. Und diese Situation wird mit zunehmenden Stückzahlen immer enger. Tesla hat hier einen ganz klaren strategischen Vorteil. Aber nicht nur bei den Batterien.

Das Ladennetzwerk von Tesla gilt als mittlerweile sehr gut ausgebaut und durch hohe Ladeströme als eines der Schnellsten. Ein Käufer wird immer das Gesamtkonzept betrachten mit dem er sich bei einem Neukauf entscheidet. Da hat Tesla einfach die Nase vorne. Vor kurzem verkündete Tesla sogar, dass die neue Version der Supercharger Aufladen mit bis zu 250 kW zulassen, was die Ladezeit erheblich verkürzt. Noch dazu werden die Tesla Model 3 und später auch das Model Y zusätzlich mit dem, in Europa weit verbreiteten, CSS Stecker versorgt, mit dem man an viele anderen, nicht Tesla eigenen, Ladestationen auch laden kann.

Das Tesla Model 3, für um die 35’000 Dollar oder Euro, wird ab sofort auch in den USA und Kanada verkauft. In Europa soll es bis Herbst 2019 erhältlich sein. Das wird noch einmal einen Verkaufsschub für Tesla bringen. Wenn diese günstigere Variante erst einmal in Schwung gekommen ist, wird das die Lieferungen in andere Länder auch noch einmal beschleunigen. Die Einzigen Hersteller, für Elektroautos, die ähnlich agil im  Markt tätig sind, sind und werden die Chinesen sein. In China wurden alleine im Januar 2019, also in einem Monat, rund 96’000 Elektroautos verkauft. Ende des Jahres 2019 plant man pro Monat rund 250’000 Elektroautos alleine in China zu verkaufen. Den weltweiten Absatz noch nicht einmal mit einbezogen. Dazu muss man wissen, dass China praktisch die komplette Produktion von Batterien und der Lieferung der Rohstoffe dafür in Händen hält.

Quellen: Tesla, electrive.net, cleantechnica.com, elbilstatistikk.no, insideevs.com

 

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Über den Autor

Gordian Hense
Gordian Hense, Dipl. Wirtschaftsingenieur (FH) war lange Jahre in der Deutschen Automobilindustrie tätig und beschäftigt sich seit dem mit diesem Thema. Neben Fahrzeugen aller Art begeistern ihn auch die Themen Software, Internet, Online-Marketing, Politik, Wirtschaft und Gesundheit.