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Tesla baut sein Ladenetzwerk auch für Nicht-Teslas aus!

Tesla baut sein Ladenetzwerk auch für Nicht-Teslas in den USA aus und nutzt die Gunst der Stunde der Biden-Regierung durch Förderung

Tesla Inc. produziert Elektroautos, Solaranlagen, Batterie-Systeme, Ladestationen und Ladenetzwerke sowie diverse Software dafür. In vielen Ländern ist Tesla sogar als Energieversorger lizenziert. Denn durch das Power-to-Grid System und entsprechende Software, wie z.B. der Microgrid Controller und Autobidder, können Tesla – Produkt – Besitzer Strom in das Stromnetz verkaufen. Und das ganz automatisch und Preisen, die sich nach Angebot und Nachfrage selber regeln. So z.B. in England.

Der optimale Fall ist, wenn ein Kunde Tesla Solardachschindeln auf dem Dach hat, mehrere Powerwalls von Tesla und ein oder zwei Tesla Fahrzeuge regelmässig in der Garage. Dann kann im besten Fall das Haus autark, ohne Stromversorgung von aussen, existieren und über einen Anschluss an das Netz dorthin sogar Strom verkaufen. Dabei wird der Strom in den Powerwalls und den Batterien der Fahrzeuge gespeichert und so lange genutzt, bis sie leer sind. Dann wird vom externen Netz zugekauft. Scheint die Sonne und die Akkus sind alle voll, verkauft das System Strom an das Netz.

Die Software steuert das System so geschickt und anhand von den aktuellen Preisen im Netz, dass es mal Strom ins Netz verkauft und mal einkauft. Also einmal verdient und einmal bezahlt. Bei optimaler Konstellation kann ein Kunde plus/minus aus dem Geschäft finanziell heraus kommen und trotzdem Strom für sein Haus und Fahrzeug nutzen. Das, was Grüne in Deutschland gerade erst entdecken, bietet Tesla als fertiges Produkt schon lange weltweit an. Und es wird genutzt. In vielen Ländern sorgen jedoch die starren, verkrusteten Regeln und Gesetze dafür, dass das nicht geht.

Washington Post berichtet einseitig und falsch

Die Washington Post berichtet nun darüber, dass Tesla Inc. sein Ladenetzwerk in den USA weiter ausbauen und auch für Nicht-Tesla Fahrzeuge öffnen will. Nun, in diesem Bericht stimmen viele Dinge nicht. Tesla Inc. besitzt und betreibt ein weltweites Ladenetzwerk für Tesla Fahrzeuge mit 35’000 Superchargern und nicht nur eines, das auf die USA beschränkt ist.

Rund um die Welt hat Tesla sein Ladenetzwerk schon lange für andere Elektroautos geöffnet, nur in den USA sehr wenig. Das liegt aber an einer besonderen Situation. Traditionell haben Teslas in den USA ein anderes, proprietäres Steckersystem, als im Rest der Welt – einen sogenannten „Supercharger Adapter“. In Europa und vielen anderen Ländern werden sogenannte, einheitliche CCS – Stecker verwendet. Auch an Teslas und an den Superchargern von Tesla. Diese CCS – Stecker werden auch überwiegend von anderen Elektroautos verwendet. Deshalb war die Umstellung der Supercharger in Europa leicht. Es musste nur eine Software erstellt werden, über die Nicht-Tesla E-Autofahrer die Gebühren für Strom bei Tesla bezahlen können. Das ist schon seit ein paar Jahren in Europa eingeführt und wird rege genutzt, je nachdem wie hoch die Strompreise bei Tesla sind. Derzeit sind die Strompreise bei Tesla im Vergleich hoch, sodass auch Tesla-Kunden und Nicht-Kunden andere Ladenetzwerke nutzen, bei denen es billiger ist. Sollte der Preis bei Tesla wieder fallen, werden Kunden auch sicher wieder mehr bei Tesla laden. Tesla-Kunden sollten berücksichtigen, dass sie über den Strompreis und ihr Fahrzeug auch die Infrastruktur mit bezahlt haben. Es könnte also für Tesla-Besitzer langfristige kontraproduktiv sein immer nur an anderen Ladestationen zu laden.

In USA aufwändiger und teurer Umbau wegen CCS

In den USA musste Tesla weitermachen, die Ladestationen mit den CCS – Stecker – Systemen auszustatten. Denn begonnen haben sie damit schon lange. Damit auch andere Nicht-Tesla E-Autos dort laden können. Da es sich um eine Hardware – Änderung handelt, kann man sich vorstellen, dass es aufwändig und mühsam ist, das an den vielen Stationen zu ändern, die es schon sehr lange dort gibt. Immerhin hatte Tesla vor Jahren damit in den USA gestartet, Ladenetzwerke aufzubauen. Dementsprechend alt sind sie.

Tesla hatte diese Änderung deshalb in die normale Erneuerungsroutine eingebaut. D.h. wenn irgendwo neue Supercharger aufgebaut werden, werden die Säulen auch mit CCS-Steckern ausgerüstet. Werden alte Supercharger restauriert und erneuert, werden ebenfalls CCS-Stecker eingebaut. Und so sollte das Netzwerk nach und nach auf CCS umgebaut werden.

Photo by <a href="https://unsplash.com/@teslafans?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Tesla Fans Schweiz</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/tesla-supercharger?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>
Photo by Tesla Fans Schweiz on Unsplash

7.5 Milliarden von Biden für den Ausbau der E-Auto Ladestationen

Die demokratische Regierung unter Präsident Biden hat sich letztes Jahr für eine Förderung von Ladeinfrastruktur für E-Autos in Höhe von 7.5 Milliarden USD ausgesprochen, welche nun an die Nutzer ausgezahlt wird. Tesla hat das Glück des Fleissigen. Natürlich bedeuten die Umbauten der alten Supercharger mit CCS-Steckern als neue Ladepunkte auch für Nicht-Tesla E-Autos und werden gefördert. Und so kann Tesla von der Förderung der Biden-Regierung profitieren. Natürlich hat das bei Tesla auch für einen Schub gesorgt, die alten Supercharger in den USA schneller auszubauen. Indirekt wird das jetzt von der Washington Post kritisiert.

Es ist so, dass Tesla die alten Ladestationen in den USA weniger schnell ausgebaut hat, aber lange vor der Initiative der demokratischen Regierung in den USA damit begonnen hat. Dass Tesla jetzt in die Gunst der Förderung kommt, hängt einfach damit zusammen, dass sich Tesla seit eh und je dafür eingesetzt hat. Die Washington Post suggeriert, Tesla hätte erst jetzt damit begonnen, die Supercharger auch für anderen in den USA auszubauen. Nur, weil Biden die Förderung eingeführt hat. Das ist lächerlich – Kollegen.

Im Endergebnis kommt die Aktion allen zugute. Nicht-Tesla E-Autofahrer können in Zukunft häufiger auch an Tesla Superchargern laden und nutzen so eine grössere Infrastruktur. Tesla Auto-Besitzer können sowieso schon immer auch an anderen Ladestationen laden. Durch das Mehr an Nutzern von Tesla Superchargern, könnte der Strompreis bei Tesla Ladestationen sinken. Andere E-Auto-Marken Besitzer könnten die Vorteile der ease-of-use bei Tesla erkennen und wechseln. Und nicht zuletzt bietet Tesla damit das grösste Ladenetzwerk für E-Autos auf der Welt überhaupt an.

 

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