Opel Mokka / Mokka-e Fahrbericht

By Gordian Hense
2020 Opel Mokka /-e2020 Opel Mokka /-e

Kompakt, spritzig und auch als Elektroauto zu haben

Am 22. September 2020 wurde der neue Mokka / Mokka-e am Stammsitz von Opel, in Rüsselsheim in einer Weltpremiere vorgestellt. Er ist einer der Opel Fahrzeuge, welches am stärksten dem Concept Car „Opel GT X Experimental“ von 2018 im Design folgt. Wir berichteten darüber: Schweiz Premiere – Opel GT X Experimental in Solothurn vorgestellt. Der Mokka wurde daraufhin komplett neu konstruiert. Seine kompakten Abmessungen machen ihn aussen platzsparend und innen grosszügig. Er ist 4.15 Meter lang, 1.99 Meter breit und 1.52 Meter hoch, hat Platz für bis zu 5 Personen und bis zu 350 Liter Ladevolumen. Klappt man die Rücksitzlehnen um, so werden daraus sogar 1’105 Liter. Seit Dezember 2020 ist er nun, in der Schweiz, mit drei verschiedenen Antriebseinheiten zu bestellen. Die Benziner/Diesel Version beginnt bei 24’490,- CHF und die rein elektrische Variante „Mokka-e“ bekommt man ab 36’200,- CHF. Sogleich bekam der neue Opel Mokka-e den „Connected Car Award 2020„, der durch die Leserwahl der Auto – und Computer – Bild vergeben wird.

Opel-Vizor im Mokka

Opel-Vizor im Mokka

Erstklassiges, modernes Design mit klaren Formen und Proportionen

Opel ist mit dem neuen Mokka, das erste mal, stark der Design-Studie des Concept Car „Opel GT X Experimental“ von 2018 gefolgt. Er hat ein  mutiges Äusseres mit kurzen Überhängen, breitem Stand und optionaler Zweifarb-Lackierung. Er ist das erste Opel Modell, dass direkt nach dem Opel-Design-Kompass entwickelt wurde. Der über die Fahrzeugfront verlaufender Opel-Vizor, integriert Marken- und Technologie-Features. Sitzt man in ihm, so zeigt einem die Linie des Opel-Vizor den Weg. Die Haube erscheint hoch, im Innern hat man das Gefühl in einem grossen SUV zu sitzen. Dennoch sind die Aussenmasse kompakt, was ein gutes Handling im Alltag verspricht. Der Innenraum besticht durch das klar strukturierte, intuitiv bedienbare volldigitale Hightech-Cockpit „Pure Panel“ mit bis zu 12 Zoll grossen Widescreen-Displays. Es ist eine Kombination aus modernsten Monitoren und wenigen Bedienknöpfen für die wichtigsten Funktionen. Die Aufmerksamkeit bleibt auf das Verkehrsgeschehen gerichtet. Die Verarbeitung ist, wie zu erwarten, in allen Belangen sehr gut.

Opel Mokka Innenraum Design

Opel Mokka Innenraum Design

Opel lässt den Kunden über das Antriebskonzept entscheiden

Drei Benziner und ein Diesel

In diesen Tagen ist viel von neuer Ausrichtung, hin zur Elektromobilität, zu lesen. Opel hat schon lange dazu Stellung genommen und gleich eine klare, kundenorientierte Position eingenommen. Opel möchte, dass der Kunde darüber entscheiden kann, was er für ein Antriebskonzept nutzt. Deshalb bietet Opel fast in allen neuen Modellen drei Alternativen für den Antrieb an. So nun auch im neuen Opel Mokka. Es werden sowohl Benziner – als auch Diesel – Motoren, wie ein elektrischer Antrieb angeboten. Die Verbrennungsmotoren leisten von 100 bis 130 PS und können mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer sanft schaltenden Achtstufen-Automatik mit Quickshift-Technologie (Schaltwippen am Lenkrad) geordert werden.

Mokka-e mit 136 PS

Das elektrische Modell hat eine 50 kWh Batterie und bietet eine Reichweite von bis zu 324 km nach dem WLTP-Standard. Darüber hinaus lässt sich der Mokka-e in drei Fahrmodi „Normal“, „ECO“ und „Sport“ fahren. Das regenerative Bremssystem (Rekuperation) lässt sich in zwei Stufen einstellen. „Normal“ und „Stark“. Das heisst, eigentlich bietet der Mokka-e in Kombination sechs Fahrmodi. In der starken Stufe kann man fast wie im „One-Pedal-Driving“ fahren. Der Elektro-Mokka leistet 136 PS, beschleunigt in 9 Sekunden auf 100 km/h und wird bei einer maximalen Geschwindigkeit von 150 km/h abgeriegelt. Die Batterie kann in 30 Minuten an einem Schnelllader (max. 100 kW) bis zu 80 % wieder aufgeladen werden. Der On-Board-Charger erlaubt eine Ladeleistung von max. 11 kW AC.

Opel Mokka-e Batterie

Opel Mokka-e Batterie

Innovationen für alle: IntelliLux LED® Matrix Licht, Top-Assistenz und -Komfort

Der neue Mokka setzt die Tradition von Opel fort, innovative Technologien aus höheren Fahrzeugklassen weiten Käuferkreisen zu erschliessen. Das zeigt allen voran das in dieser Klasse einzigartige adaptive und damit jederzeit blendfreie IntelliLux LED® Matrix Licht mit insgesamt 14 LED-Elementen. Hinzu kommen zahlreiche hochmoderne Assistenzsysteme. Das Portfolio reicht vom serienmässigen Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fussgängererkennung über Müdigkeitserkennung, Spurhalte-Assistent sowie den intelligenten Geschwindigkeitsregler und -begrenzer. Das Angebot ergänzen auf Wunsch Systeme wie der Automatische Geschwindigkeits-Assistent ACC (Adaptive Cruise Control) mit Stop & Go-Funktion bei Automatikgetriebe, der Aktive Spurhalteassistent, der Automatische Parkassistent, Flankenschutz, Toter-Winkel-Warner und die 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera.

Opel-typisch bestens vernetzt und unterhalten sind Mokka-Fahrer und -Passagiere mit dem umfangreichen Infotainment-Angebot. Bereits das in der Einstiegsversion serienmässige Radio BT verfügt über ein volldigitales 7-Zoll-Fahrerinfodisplay und ebenso wie Multimedia Radio und Multimedia Navi über einen 7-Zoll-Farb-Touchscreen. Das Top-of-the-Line-System Multimedia Navi Pro bietet einen hochauflösenden 10-Zoll-Farb-Touchscreen; das Fahrerinfodisplay erstreckt sich hier über 12 Zoll. Die Monitore sind in das neue Pure Panel von Opel integriert und ideal zum Fahrer hin positioniert. Kompatible Smartphones lassen sich per Wireless Charging kabellos aufladen.

Das Wohlfühl-Angebot runden die Opel-typisch ausgezeichneten Sitze ab. Für den neuen Mokka lassen sich eine sportliche Alcantara- und eine klassisch schöne Lederausstattung bestellen – nicht selbstverständlich für ein Fahrzeug im B-Segment. Krönung sind die beheizbaren Leder-Komfortsitze mit perforiertem Bezug und Massagefunktion für den Fahrer.

Opel IntelliLux LED® Pixel Licht

Opel IntelliLux LED® Matrix Licht

Fahrbericht

Erster Eindruck

Wir konnten sowohl den neuen Opel Mokka mit Benzinmotor und 130 PS /  Achtgang-Automatik als auch den Mokka-e mit Elektroantrieb testen. Von aussen sieht der Mokka wie ein Kompakt-SUV aus, steigt man aber ein, so kommt er einem wie ein „grosser“ SUV vor. Dazu trägt vor allem die hohe Motorhaube bei, die auch mit der Linienführung den Opel-Vizor abbildet. Die Sitzposition ist hoch, so dass man eine gute Rundumsicht und ein echtes SUV – Feeling bekommt. Das erleichtert auch den Ein- und Ausstieg. Die Verarbeitung ist erstklassig und das neue „Pure Panel“ mit seinen zwei Monitoren kommt einem aufgeräumt und informativ vor.

Bedienung / Nutzung

Die Bedienelemente sitzen, wie bei allen Opel Fahrzeugen, an den richtigen und immer gleichen Stellen. Damit ist ein leichtes sich-zurecht-finden immer möglich. Über den Startknopf wird das Fahrzeug gestartet. Man stellt den Wahlhebel auf „D“ und gibt Gas. Schon gleitet das Fahrzeug los. Mehr muss man eigentlich nicht machen. Die Feststellbremse löst sich von alleine. Im Benziner hört man natürlich den Dreizylinder-Motor anlaufen und auf Drehzahl kommen. Der Elektro Mokka schnurrt einfach so los. Obwohl der Benziner mit 130 PS auch ganz spritzig ist, entfaltet sich das Drehmoment bei der Elektro-Variante doch viel sportlicher und bleibt konstant an der Leistung. Das merkt man besonders an einer steilen Stelle. Die Rekuperation war mir in der „Normalen“ Position zu schwach, deshalb habe ich sie auf „B“ gestellt. Dann kann man fast im „One-Pedal-Driving“ Modus fahren, was mir gut gefällt.

Fahrwerk

Dem Fahrwerk merkt man seine grossen Räder an. Das Gewicht der Räder fühlt man besonders, wenn man über Unebenheiten fährt. Dann werden Massen bewegt. Bei langsamer Fahrt hat man das Gefühl das Fahrwerk ist weich und sanft. Man gleitet darauf so schön hin. Gibt man etwas Gas, bemerkt man aber, dass es doch ganz straff ist. Man kann dann auch ganz gut um enge Kurven fetzen. Man kann das Fahrwerk als ausgewogen, typisch SUV bezeichnen.

Antrieb

Der Dreizylinder-Benzin-Motor mit seinen 130 PS leistet beachtliches. Natürlich hört man ihn viel deutlicher, als manche Vierzylinder-Modelle. Aber er ist spritzig und tritt gut an. In Kombination mit dem Achtgang-Automatik-Getriebe surrt er richtig gut los. Die Gänge schalten sich butterweich. Da merkt man fast keinen Unterschied zur Elektro-Variante, bei der man stufenlos den Motor höher drehen kann. Der Benziner mit Achtgang-Automatik-Getriebe schafft 200 km/h Höchstgeschwindigkeit, der Mokka-e ist bei 150 km/h elektronisch abgeriegelt. Da man beide Geschwindigkeiten in der Schweiz nicht fahren kann, scheint es kaum wichtig zu sein.

Fazit

Der neue Mokka und Mokka-e sind gelungene Kompakt-SUVs mit top Design. Sie werden, egal mit welchem Antrieb, sicher viele Freunde und Käufer finden. Es ist ein Auto, dass eine grosse Zielgruppe anspricht, praktisch, erschwinglich und schön ist. Durch die grosse Ladeklappe, die Ladefläche und die Geräumigkeit, wird er für viele grosse und kleine Familien das Fahrzeug der ersten Wahl werden. Schick ist er alle mal.

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