Ferrari Roma Coupé 2+ – La Dolce Vita in der Neuzeit

By Gordian Hense
Ferrari Roma Coupé 2+Ferrari Roma Coupé 2+

Ferrari Roma Coupé 2+ – Vorstellung in Rom. Wer denken würde, dass es in dieser Zeit im Automobilbau nur um sachliche CO2-Einsparungen und emotionale Debatten um das Thema Klima geben würde, wurde in diesen Tagen in Rom eines besseren belehrt.

Für Sportwagen wird es immer Liebhaber geben

Autos, Fahrzeuge sind eben nicht nur ein Mittel um sich „fort zu bewegen“. Schon garnicht Sportwagen. Schönes Design, hochwertige Innenräume und kraftvolle, sportliche Motoren und Fahrwerke sind wie ein Kunstwerk, gleich einer schönen, handgemachten Uhr oder einer edlen Handtasche. Sie sind Luxusgegenstände für eine bestimmte Zielgruppe. Schön anzusehen, mit Stil zu benutzen und gehören zu einem bestimmten „Dolce Vita“.  Und warum auch nicht? Wo es Kunden gibt, sollte es auch die freie Entscheidung jedes einzelnen sein, gewünschte Produkte zu nutzen.

Wie das Dolce Vita im Rom der 1950er Jahre

Ferrari stellte das neue Ferrari Roma Coupé 2+ in Rom auf einer besonderen Veranstaltung vor. Besser hätte man die Wahl für den Veranstaltungsort wohl nicht wählen können. Der neue Ferrari Roma gehört zu Rom wie gutes Design zu Italien oder wie das Lebensgefühl im Rom der 1950er und 60er Jahre zum Begriff „Dolce Vita“. Ganz bewusst möchte Ferrari für anspruchsvolle Kunden die Finesse und Eleganz, die des „Dolce Vita“ dieser vergangenen Zeit, heute wieder auferstehen lassen.

Elegantes und zeitloses Design

Elegantes und zeitloses Design

Pralle Leistung in einem Designkunstwerk

Der neue Ferrari Roma Coupé 2+ macht der italienischen Designkunst nicht nur alle Ehre, sondern auch der verbaute Turbo-V8 mit 620 PS bei 7’500 Umdrehungen pro Minute inklusive dem neuen 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sorgt für herausragende Leistung. Der eingebaute Motor ist in vier Jahren in Folge als „International Engine of the Year“ gekürt worden. Das sogenannte „Variable Boost Management“ sorgt für sofortiges Ansprechverhalten beim Gas geben. Für den typischen Ferrari-Sound wurde auf Schalldämpfer verzichtet und es wurden neue Bypass-Ventile eingebaut. So erklingt das typische Ferrari-Röhren, in Erinnerung an das Rom im vorigen Jahrhundert, noch originaler und bestimmter.

Ferrari Roma Coupé 2+ – doch auch an die Umwelt gedacht

Neben dem Komfort und Design hat Ferrari aber auch doch ein bisschen an die Umwelt gedacht. Das neue 8 Gang Doppelkupplungsgetriebe im Ferrari Roma Coupé 2+ ist um 6 kg leichter als das 7 Gang Vorgängermodell. Damit reduziert es den Kraftstoffverbrauch, aber sorgt auch für sanfteres und schnelleres Schalten. Damit reagiert es, bei Fahrt auf offener Strecke, noch schneller und ist in der Stadt mit der Start-Stopp Funktionen besonders komfortable. Immerhin sind 70 % aller Komponenten an dem Fahrzeug völlig neu. Dadurch hat das Ferrari Roma Coupé 2+ das beste Gewichts-/Leistungsverhältnis in seinem Segment (2.37 kg/PS).

La Dolce Vita in Rom

La Dolce Vita in Rom

Schön und klassisch wie ein Schmuckstück mit Edelsteinen besetzt

Ferrari entwickelt schon immer schöne Autos. Dieses mal haben sie aber wirklich einen Klassiker auf das Parkett gelegt, der lange seines Gleichen suchen wird. In einer Symbiose von klassischen und modernen Linien, in Harmonie und elegantem Volumen ist ein modern erscheinender Sportwagen entstanden, der aber die Linien aus der vergangenen Zeit herüber fliessen lässt. Bewusst hat man auf überflüssige Details und Schnörkeleien verzichtet, um die klaren, sauberen Linien noch grosszügiger erscheinen zu lassen. Die modernen, adaptiven Voll-LED-Scheinwerfer, mit den horizontal verlaufenden Lichtleisten, geben dem Ansehen des Ferrari Roma Coupé 2+ eine sportliche Spannung. Die umlaufende Heckscheibe ist mit einem aktiven Aero-Element, einem ausfahrbaren Flügel, der für mehr Bodenhaftung bei höheren Geschwindigkeiten sorgen soll, ausgerüstet. Die Rückleuchten sind wie Edelsteine in ein Schmuckstück, in das Heck, eingesetzt.

Mensch-Maschine-Schnittstelle

Mensch-Maschine-Schnittstelle

Innenraum als Tribut an die Mensch-Maschine-Schnittstelle

Neu ist im Innenraum die Zweiteilung des Cockpits für Fahrer und Beifahrer. Der Fahrer soll sich ganz auf das Fahren über die Mensch-Maschine-Schnittstelle konzentrieren können. Alle Hauptbefehle an das Fahrzeug können durch haptische Bedienelemente am Lenkrad aktiviert werden, so dass der Fahrer dieses nicht loslassen muss. Ein 16-Zoll grosses Kombiinstrument liefert ihm alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Für den Fahrgast steht eine 8.4-Zoll grosse Anzeige mit intuitiver Bedienung zur Verfügung. Nota bene, sorgen ein neuer Schlüssel mit „Comfort Access“, das Matrix-LED-Licht und das Advanced Driver Assistance System (ADAS) für alle nötige technische Unterstützung die heute in der Klasse üblich ist.

 

Ferrari Roma Coupé 2+

Ferrari Roma Coupé 2+

Ferrari Roma Coupé 2+ – Technische Spezifikationen

Motor
Typ V8 – 90° Turbo
Gesamthubraum 3855 ccm
Bohrung und Hub 86,5 mm x 82 mm
Max. Ausgangsleistung* 456 kW (620 PS) bei 5750 – 7500 U/min
Max. Drehmoment 760 Nm bei 3000 – 5750 U/min
Max. Motordrehzahl 7500 U/min
Verdichtungsverhältnis 9,45:1
Abmessungen und Gewicht
Länge 4656 mm
Breite 1974 mm
Höhe 1301 mm
Radstand 2670 mm
Spurweite vorne 1652 mm
Spurweite hinten 1679 mm
Leergewicht ** 1570 kg
Trockengewicht ** 1472 kg
Dry weight/power 2,37 kg/cv
Kofferraumvolumen 272 l/ 345 l
Tankvolumen 80 l
Reifen
Vorne 245/35 ZR20; 8J x 20”
Hinten 285/35 ZR20; 10J x 20”
Bremsen
Vorne 390 mm x 34 mm
Hinten 360 mm x 32 mm
Kraftübertragung / Getriebe
Kraftübertragung / Getriebe 8-Gang-F1-Getriebe mit Doppelkupplung
Elektronische Steuerung EPS, VDC, ABS mit EBD, F1-TCS, E-Diff3, SSC 6.0, FDE, SCM-E Frs
Fahrleistungen
0-100 km/h 3,4 Sek.
0-200 km/h 9,3 Sek.
Höchstgeschwindigkeit > 320 km/h
Kraftstoffverbrauch / CO2
In Homologation

* Benzin mit 98 Oktan
** Mit optionaler Ausstattung

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Über den Autor

Gordian Hense
Gordian Hense, Dipl. Wirtschaftsingenieur (FH) war lange Jahre in der Deutschen Automobilindustrie tätig und beschäftigt sich seit dem mit diesem Thema. Neben Fahrzeugen aller Art begeistern ihn auch die Themen Software, Internet, Online-Marketing, Politik, Wirtschaft und Gesundheit. Journalist, Mitglied im Verband Europäischer Fachjournalisten.