MINI Challenge Switzerland: Int. Bergrennen Oberhallau
Gordian Hense | Sep 1 2007 | Tags: amp, BMW, Diesel, fahrer, Führer, Klasse, Leistung, pascal, Sport, Touren, TT, vierte, zweifel
Wicki mit der Routinekarte zum Sieg.
Erstmals in der Geschichte der Challenge durfte die MINI Gemeinde ein echtes Bergrennen bestreiten. Im Gegensatz zu den bisherigen Auftritten in Oberhallau und Reitnau stand den 31 Piloten exakt dieselbe Strecke zur Verfügung wie den Akteuren der Schweizer Bergmeisterschaft. Diese Voraussetzungen waren wie geschaffen für den ehemaligen Tourenwagen-Schweizermeister Robert Wicki (Hagendorn).
Zweiter Rekord für Robert Wicki
Viele Akteure der MCS 2007 kennen die Strecke in Oberhallau. Es gab unter den 31 Teilnehmern aber auch Leute, die noch nie im Schaffhauser Klettgau gestartet sind. Zum Beispiel Albin Mächler. Der Ausserschwyzer verblüffte dabei das komplette Feld. „Ich bin wirklich noch nie hier gefahren und kann nach diesen sechs Läufen auch nicht gerade behaupten, Oberhallau würde künftige meine Lieblingsstrecke sein“, so Mächler. Dennoch setzte sich der ehemalige BMW M3 Driver ab dem ersten von drei Trainingsläufen an die Spitze und gab diese erst im dritten und letzten Lauf und nur um sechs Hundertstel wieder ab. „Mein runder Fahrstil war hier ganz klar von Vorteil. Ich ging nie wirklich ans Limit und liess auch rechts und links genügend Raum.“
Zu Unrecht war der Sieger nicht ganz zufrieden mit seiner Leistung. Im letzten Durchgang erreichte Wicki eine Zeit von 1:38.31 min. Dies bedeutete den ersten Rekord für MINI Challengefahrzeuge in Oberhallau und den zweiten für ihn auf dieser Strecke. Denn der zweifache Schweizer Tourenwagenmeister hält seit 2005 auch den Rekord bei den Serienwagen bis zwei Liter. „Meine Zeiten war gut. Aber in einem Lauf hatte ich ständig das Gefühl, dass es nicht gepasst hat und man noch schneller fahren könnte.“ Im Reigen der Top-Drei des Tages und der Meisterschaft fügte sich Hannes Mahler ein. Der Seengener blieb in allen drei Läufen unter der Schallmauer von 1:40 min und knackte einmal gar die 1:39er-Marke.
Wohlwend überrascht – Büeler betrieb Schadensbegrenzung
Pascal Furrer (Alterswilen) und Marco Wohlwend (Eschen/FL) waren die Überraschungen der Berg-Premiere. Furrer kam in der Addition der zwei schnellsten Laufzeiten bis auf vier Zehntel an Mahler heran und klassierte sich als Vierter erneut in Podiumsnähe. Bereits einmal, beim Slalom in Romont, schaffte er den Sprung aufs Treppchen. Auch Marco Wohlwend kam mit dem Bergrennen gut zu recht und wurde Siebter. Der Liechtensteiner blickt bisher auf eine durchzogene Saison zurück.
Tabellenführer Roger Büeler erreichte das Fahrerlager in Oberhallau mit einem angeschlagenen Fahrzeug. Ein Verbindungskabel des Schaltgestänges war gerissen und musste notdürftig repariert werden. Dies verunsicherte den Tabellenführer sichtlich. Einerseits hielt das Schaltgestänge zwar in den Trainingsläufen, im Rennen jedoch liessen sich die Gänge nicht wunschgemäss einlegen. Ausserdem machte Büeler bereits im ersten Rennlauf Bekanntschaft mit Leitplanken. Der ramponierte MINI hob das Selbstvertrauen des Innerschwyzers nicht sonderlich. Dennoch kam Büeler dank zwei konstant schnellen Läufen auf Gesamtrang fünf, was ihm immerhin noch 26 Meisterschaftspunkte einbrachte.
Pech für Kuriger und Eggen
Während Roger Büeler das Rennen nach dem Leitplankenkuss fortsetzen konnte, mussten Armin Kuriger (Siebnen) und Bruno Eggen (Weissenburg) vorzeitig einpacken. Kuriger wurde die ultraschnelle Rechtskurve beim Reservoir zum Verhängnis. Der heftige Einschlag, bei dem Kuriger unverletzt blieb, zerstörte jedoch die linke Vorderseite des Cooper S nachhaltig. Eggen dagegen flog kurz vor der Schlüsselstelle in Oberhallau in die Wiese. Auch der Berner musste per Abschleppfahrzeug mit gebrochenem Querlenker und verbogenen Teilen ins Tal befördert werden. MCS-Rennleiter Marcel Schaub zog aufgrund dieser drei Zwischenfälle vordergründig ein durchzogenes Fazit. „Zweifelsohne haben wir spannenden und guten Rennsport am Berg gesehen. Es hat sich gezeigt, dass sich hier die Routine und die Abgeklärtheit durchgesetzt haben. Wir haben aber auch gesehen, dass Bergrennen einfach gefährlich sein können. Der Grat zwischen schnell und zu schnell ist sehr schmal. Wir werden nun das Bergrennen am Gurnigel abwarten und anschliessend die weitere Planung zum Thema Bergrennen in der MINI Challenge Switzerland angehen.“
Resultate
Int. Bergrennen Oberhallau
Klasse 1 (29 gewertet): 1. Robert Wicki (Hagendorn) 3:17.16, 2. Albin Mächler (Altendorf) 3:17.22, 3. Hannes Mahler (Seengen) 3:18.17, 4. Pascal Furrer (Alterswilen) 3:18.56, 5. Roger Büeler (Sattel), 3:19.34, 6. Heiko Leiber (Dachsen) 3:19.61, 7. Marco Wohlwend (Eschen/FL) 3:19.89, 8. Fabio Nassimbeni (Hadlikon-Hinwil) 3:20.31, 9. Fredy Eckstein (Bassersdorf) 3:21.07, 10 Nadine Zwahlen (Pfyn) 3:21.31. Klasse 2: Keine Autos am Start.
Meisterschaft (9/14): 1. Büeler 315, 2. Mächler 263, 3. Mahler 243, 4. Wicki 207, 5. Kuriger 183, 6. Nassimbeni 165, 7. Furrer 153.
Quelle: MINI
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