CONCEPT CAR CHRYSLER NASSAU

Gordian Hense | Jul 8 2007 | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Der künstlerisch-kultivierte Ausdruck dessen, „was einen Chrysler ausmacht”

Chrysler NassauDas Car Chrysler Nassau erkundet mit seiner Kombination aus Kultiviertheit, Funktionalität und Stil eine neue Darstellung der Marke Chrysler. Das viertürige, viersitzige Chrysler Nassau -Coupé beschreibt Alan Barrington, Principal Exterior Designer des Concept als einen „ eher emotionalen und künstlerischen Ausdruck dessen, was einen Chrysler ausmacht.“ Obwohl sein Radstand immerhin 3,05 Meter misst, wirkt der Nassau optisch kompakter als ein vergleichbarer Chrysler 300C. „Die betont traditionelle Karosserie-Proportionen, die an den klassischen englischen Shooting Brake erinnern“, sagt Barrington. „Diese Form ermöglicht eine Innenraumgröße im SUV-Format in einem wesentlich flacheren und straßentauglicheren Körper.“ Laut Barrington sind die -Vokabeln beim Nassau „flüssig und anspruchsvoll“. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr dabei die Positionierung der Räder relativ zur Karosserieoberfläche, denn das Ziel war ein schlanker, stimmiger Auftritt.

Chrysler Nassau Lenkrad „Um diese kompakte Erscheinung zu erzielen“, erklärt Barrington, „hat der Nassau kurze Überhänge vorne und hinten, und die Karosserie packt die 21 großen Zehn-Speichen-Räder geradezu ein.“ Die Schweller und der untere Bereich von Front- und Heckschürze sind in Starbright Silver lackiert und verstärken damit die optische Wirkung der Karosserie in Mystic Blue Pearl. Unterhalb der Gürtellinie wird die Karosserie von einer Einkerbung geprägt, die zum Hinterrad hin leicht ansteigt. Die Dachlinie ähnelt zwar der eines Coupés, doch tatsächlich ist der Chrysler Nassau ein mit festem Dach, der mit heruntergefahrenen Seitenscheiben die Abwesenheit einer B-Säule enthüllt. Auch die frische und flüssige A-Linie, die sich leicht der ansteigenden Gürtellinie annähert, gibt der Silhouette des Nassau eine besondere Note. „Wir haben versucht, den Effekt einer klassischen Skulptur einzufangen – ein künstlerischer Ansatz mit einem ebenmäßig fließenden Linienverlauf, der auch im Stand den Eindruck von Bewegung entstehen lässt“, sagte Barrington. „Die Profillinie zieht sich bis hinunter zu den Heckleuchten und führt das Auge des Betrachters zum energischen mit dem unerwarteten Charakter des Shooting Brake.“

Chrysler Nassau RückansichtIn der Seitenansicht ragt der obere Teil der Heckklappe steil auf, die Heckleuchten ziehen sich sauber zur C-Säule herum. Der untere Teil des sich verjüngenden Rücklichtglases ist – wie auch der vertikale Teil der unteren Heckklappe – betont nach hinten gezogen. Die Heckleuchten sind das graphische Gegenstück zu den Scheinwerfern: Die Linsen haben eine hellen Akzent am unteren Ende und weiten sich auf ihrem Weg zur Seite. Ein wesentlicher Teil der Heckleuchte ist mit Reihen von hellen Rechtecken in einem roten Feld besetzt, wobei die Rechtecke die Darstellung des Hecks bei ausgeschalteten Lampen erleichtern. Der Einsatz dieser atypischen Strukturen, Farben und LED-Technologie macht alle Beleuchtungs-Einheiten optisch unverwechselbar. Die lange Motorhaube beginnt mit einer neuen Interpretation des Chrysler-typischen Wabengrills in Chrom und satiniertem Aluminium. Lange, schmale Scheinwerfer umrahmen den Grill und ziehen sich fast bis zu den Radausschnitten nach hinten. Darüber liegende Chromelemente verbinden sich mit der ansteigenden Skulpturlinie des Oberteils der Frontmaske zu einem sublimen Zitat der gespreizten Schwingen des Chrysler Logos. Lang gezogene Chromelemente liegen wie Augenbrauen über den sich verjüngenden Nebellampen und akzentuieren den unteren Bereich der Frontmaske des Chrysler Nassau, ein Detail, das sich auch bei den Blinkleuchten in den schlanken Außenspiegeln an den Türen wieder findet. Die Draufsicht des Nassau betont die markant eingezogenen Kurvenlinien, die sowohl die Front- als auch die Heckmaske charakterisieren. Im Innenraum des Chrysler Nassau trifft man auf eine neue Welt des Luxus, die sich speziell an ein jüngeres, aufstrebendes Publikum wendet. Das vorherrschende Innenraum-Thema ist das einer fließenden, nahtlosen Skulptur aus und Stoffen, die von futuristischer Innenarchitektur abgeleitet ist. „Wir haben der Raumökonomie sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt“, sagt Ben Chang, Principal Designer des luxuriösen Innenraums des Nassau. „Die Verkleidungen der Türen haben wir so weit wie möglich nach außen gedrückt, um mehr Platz zu schaffen. Vier Einzelsitze lassen jedem der vier Passagiere seine persönliche Sphäre.“ „Die Form verschiedener Komponenten im Fahrzeug ist vom Design moderner Mobiltelefone, Computer, iPods und MP3-Player beeinflusst“, ergänzte Chang. „Wir haben sehr genau auf die Graphik und Bauweise dieser hochmodernen Produkte geachtet, denn wir wollten Bedienelemente im Nassau, die der (wie zum Beispiel Schalter) als Schnittstelle benutzt, ähnlich zu denen im Büro oder an persönlichen Elektronikgeräten. Wir strebten nach einer nahtlosen Schnittstelle zwischen Ihrem Fahrzeug und dem Rest Ihrer elektronischen Welt.“ Der Instrumententräger ist ein Musterbeispiel für neue Technologien der Datenanzeige, persönlicher Kontroll-Schnittstelle und Heimkino-inspirierter Unterhaltung. Die Gangwahl erfolgt über eine Bedien- auf dem Armaturenbrett, am Lenkrad befinden sich zusätzliche Schaltwippen. „Der Look des Instrumententrägers basiert auf dem optischen Stil einer teuren Uhr, denn auch hier wollten wir eine sichtbare Verbindung zu dem herstellen, was die Kunden besitzen und benutzen“, sagte Chang.

Während die Instrumentengruppe ihr eigenes straffes Vordach besitzt, ist der vordere Teil des Armaturenbretts fast sinnlich skulpturiert. Es beherbergt den Instrumententräger, und im oberen Bereich befindet sich eine asymmetrische elliptische Öffnung. Die Form ist inspiriert von und erinnert an die berühmten Skulpturen Birds in Space von Constantin Brancusi. Der Künstler lebte von den 1920er bis in die 1940er Jahre in Paris und befasste sich intensiv mit den physischen Eigenschaften von Vögeln im Flug, oder noch spezifischer: dem Wesen des Fliegens. Dieses Thema passt perfekt zum Ziel des Fahrzeugs, das den stetigen Eindruck von gleichmäßiger, beherrschter Bewegung vermitteln soll. Im Instrumentengehäuse befindet sich außerdem ein dreilagiger Bildschirm, der die gleichzeitige Anzeige von Navigation, Passagier-Unterhaltung und Fahrzeugfunktionen erlaubt. Auf ihrem Weg in Richtung Türen bewegen sich die unteren Bereiche des Instrumentengehäuses aufwärts und zitieren erneut und subtil die gespreizten Schwingen des Chrysler Logos. Wie im Sandwich zwischen den oberen und unteren Teilen des Instrumententrägers befinden sich teilweise verborgene horizontale Lüftungsdüsen, die kühle Luft in den Innenraum leiten. Die vier anmutig geformten Schalensitze sind mit cremefarbenem Leder mit Wildlederakzenten in einer feinen Bambus-Struktur bezogen – ein Thema, das sich auch auf den Türverkleidungen wieder findet. Passagiere können durch zwei „Picture View“ Dachfenster – blau getönte Glasflächen, die sich über die gesamte Länge des Daches erstrecken – in den Himmel schauen. Oder wenn sie Unterhaltung bevorzugen, können sich die Fondpassagiere einen Film auf den Bildschirmen in den Kopfstützen der Vordersitze ansehen. Zwischen den Sitzen erstreckt sich eine Mittelkonsole mit einem satiniert-silbernen Zierstreifen, der sich von der Mitte des Instrumentenbrettes bis zum Oberteil der Rücksitzlehnen erstreckt. In der Konsole befinden sich die vorderen und hinteren „Joystick“-Bedienelemente, die fast so funktionieren wie die Maus am heimischen Computer. Außerdem enthält die Konsole die Schalter für die elektrischen Fensterheber sowie bündig eingelassene Cupholder, die bei Bedarf hochschwenken. Zu den besonders interessanten optischen Details des Interieurs in Mystic Blue und Cream gehören die hochwertigen und trotzdem einfachen Chrom-Akzente und Strukturen auf den silbernen Lautsprechergittern in den Türen, den Bildschirmen in den Kopfstützen sowie am Dachhimmel und an den Pedalen. Die Oberfläche der bootsheckförmigen Gepäckraumabdeckung hinter der Passagierkabine wird von fünf Streifen aus akzentuiert. Fächer im teppichbezogenen Gepäckabteil darunter bieten zusätzlichen Stauraum. „Mit seiner bildhauerischen Kunst-Anmutung und den hoch entwickelten Technologien ist der Innenraum des Chrysler Nassau die perfekte Ergänzung der atemberaubenden äußeren Erscheinung“, sagt Chang.

Concept Car Chrysler Nassau – Technische Daten

Gewichte und Abmessungen
Gewicht 2043 kg (geschätzt)
Länge 4981 mm
Radstand 3050 mm
Überhang vorne 940mm
Überhang hinten 991 mm
Breite 1885 mm
Höhe 1496 mm
Spurweite vorne/hinten 1620 mm/1664 mm.
Wendekreis 11,8 m
Abstand Hüftpunkte 755 mm

Antrieb und Fahrwerk
Motor 6.1 HEMI, 425 PS bei 6200 U/min, 569 Nm bei 4800 U/min
Antrieb Hinterradantrieb, A580 Fünfgang-Automatikgetriebe
Fahrwerk vorne Trapezlenkerachse; hinten Fünflenkerachse

Räder und Reifen
Reifengröße vorne/hinten P245/40R22 29,7 Zoll
Radgröße vorne/hinten 22 x 8,5 Zoll

Farben
Außen Mystic Pearl Blue
Innen Nassau Blue und Cream, Leder & Wildleder

Fahrleistungen
0-60 mph 5,0 Sekunden
Stehende 1/4 Meile 13,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 266 Kilometer pro Stunde
Reichweite 611 Kilometer


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